Bouldern an Boulderwand

Bouldern Wissenswertes & Grundausstattung einfach erklärt

Hier erfährst Du alles Wissenswertes rund um das Bouldern. Wir zeigen Dir was Du zum Einstieg in diese angesagte Trendsportart wissen musst und welche Grundausstattung du zum Bouldern wirklich benötigst. Dazu haben wir neue Trends recherchiert, die Basis-Erstausstattung und notwendiges Zubehör zusammengestellt und zeigen die beliebtesten Marken und Hersteller. (Update 10/2021)

Bouldern ist ein Hobby für Kinder und Erwachsene. Im Freien oder an einer künstlichen Kletterwand indoor gelingt es, Körper und Geist zu beanspruchen.

Was ist Bouldern?

Bouldern ist das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt bis zur Absprunghöhe an Felsblöcken oder Felswänden outdoor oder an Kletterwänden indoor. Beim Bouldern klettern Sportler an einer natürlichen oder künstlichen Wand. Entlang der Griff- und Trittstellen suchen sie sich ihren Fähigkeiten entsprechend eine Route. Die Absprunghöhe gilt bis zu einer Höhe von 3 bis 4,5 Meter als sicher.

Für das Indoor-Bouldern bieten sich spezielle Boulderhallen an. Unerfahrenen empfiehlt es sich, an diesen Wänden zu starten, bevor sie sich ins Freie wagen. Die Schwierigkeit beim Outdoor-Bouldern hängt von der Beschaffenheit der Kletterwand ab. Die Oberfläche sowie die Art des Felsens spielen eine Rolle. Ebenfalls nimmt die Witterung auf das Training Einfluss.

Bouldern Tipps zum Einstieg

Beim Bouldern nutzt du die an der Kletterwand angebrachten Kunststoffgriffe und Tritte, um dich hochzuarbeiten. Ein Boulder beginnt meist im Sitzen. Dazu greifst du in die gekennzeichneten Startgriffe mit beiden Händen. Die Füße befinden sich auf den dazugehörigen Tritten. Du nutzt nur Tritte und Griffe einer Farbe. Dir ist es erlaubt, Kanten und Holzvolumen zu Hilfe zu nehmen. Berührst du die Matte, gilt dies als das Ende eines Versuchs, auch wenn kein Sturz stattfand. Gelingt es dir, die Route gleich beim ersten Versuch – dem Flash – zu meistern, erhältst du bei einem Wettkampf eine bessere Wertung als bei weiteren Versuchen.

Das Bouldern eignet sich für alle Altersgruppen. Um dich zu verbessern, schaust du dir Tricks erfahrener Sportler ab.

Wie schützt du dich vor Verletzungen beim Absprung?

Indoor schützen dich Weichbodenmatten vor Verletzungen. Outdoor kommt Fallschutzkies zum Einsatz. Ist dieser nicht vorhanden, nimmst du eine trag- und faltbare Matratze mit. Diese erhältst du im Handel unter den Bezeichnungen Bouldermatte oder Crashpad. Schwitzige Hände vermeidest du mit Magnesiumkreide, die du outdoor in einer Chalkbag aufbewahrst. Ein Muss beim Outdoor-Bouldern sind Kletterschuhe und eine Bürste zum Säubern der Griffe.

Einsteiger Buchtipp

Der Grundkurs Bouldern von Ralf Winkler bringt Einsteigern die Grundlagen dieser Variante des Kletterns näher.

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  • Winkler, Ralf (Autor)

  • was beim Schuhkauf beachtet werden muss
  • warum die Füße und nicht die Hände das wichtigste Werkzeug des Boulderers sind
  • was es mit verschiedenen Griff- und Trittarten auf sich hat
  • welche Techniken in den meisten Bouldern zum Erfolg führen
  • wie man mit Verletzungen umgeht und wie man sie vermeiden kann

Darum ist Bouldern die richtige Sportart für Dich:

1. Bouldern verbessert die Ausdauer

Das Bouldern gehört zu den Hobbys, die die Ausdauer fordern und fördern. Versuchst du, ein Problem zu lösen und eine geeignete Route zu finden, entsteht ein starker Druck auf Arm- und Beinmuskulatur. Gleichzeitig bringt der Sport, ob indoor oder outdoor das Herz-Kreis-Laufsystem auf Touren. Die Herzfrequenz erhöht sich vom Beginn des Boulderns bis zum Erreichen der Absprunghöhe.

Beim langfristigen Training gelingt es, die Ausdauer zu stärken. Gleichzeitig verbrennst du Kalorien und kräftigst Herz und Lunge.

2. Bouldern stellt ein Ganzkörpertraining dar

Beim Erklimmen einer natürlichen oder künstlichen Kletterwand belastest du alle wichtigen Muskelgruppen im Körper. Dadurch stellt der Sport eine Alternative zum Besuch eines Fitnessstudios dar. Eine starke Arm- und Beinmuskulatur hilft dir, deinen Körper an der Wand hochzuziehen. Für die benötigte Körperspannung und damit die Stabilität sorgen die Bauchmuskeln.

3. Bouldern schult das strategische Denken

Bouldern stimuliert die Muskulatur und regt gleichzeitig das Gehirn an. Um die gewünschte Absprunghöhe zu erreichen, löst du ein Problem. Dieses stellt beim Bouldern die Route bis zum „Gipfel“ dar. An der Kletterwand befinden sich unterschiedliche Griff- und Trittstellen. Für ausreichend Halt an der Wand gilt es, den sichersten Weg auszuwählen.

Um diesen zu finden, brauchst du neben körperlicher Stärke Kenntnisse der richtigen Technik sowie eine Problemlösungsstrategie. Dementsprechend kann das Hobby neben dem strategischen Denken die Konzentrationsfähigkeit steigern.

4. Bouldern funktioniert allein oder in der Gruppe

Beim Bouldern entscheidest du, ob du allein oder im Team trainierst. In der Gruppe steht das gegenseitige Unterstützen im Mittelpunkt. Beispielsweise wählt ihr eine schwierige Route aus. Um sie zu bewältigen, inspiriert und helft ihr euch mit neuen Techniken und Kniffen.

5. Bouldern baut Stress ab

Wie zahlreiche sportliche Hobbys trägt Bouldern zum Stressabbau bei. Durch das körperliche und geistige Training gelingt es, die Sorgen des Alltags zu vergessen. Durch die Konzentration auf ein Problem kommt es zur mentalen Entspannung.

Aktueller Trend: Apps gestalten das Bouldern effizienter

Zu den aktuellen Trends beim Bouldern gehören Sport-Apps, die den Sport effizienter gestalten. Sie beinhalten spezielle Kletterübungen und Tipps. Teils speichern sie Informationen zu bekannten Boards ab. Dadurch sind die Trainingstipps auf die jeweilige Kletterwand übertragbar.

Bouldern im Freien

Die wichtigste Grundausstattung zum Bouldern

Um mit dem Bouldern, dem Klettern ohne Klettergurt, zu beginnen, brauchst du wenig Grundausstattung. Hier haben wir die notwendigen Ausrüstungen aufgeführt:

Bouldermatte

Die Bouldermatte (Crashpad) ist ein wichtiges Utensil beim Bouldern. Die große Weichturnmatte schützt dich bei einem Sturz vor Verletzungen. Die Mehrzahl der Matten besteht aus zwei bis drei Schichten unterschiedlicher Härtegrade. Neben der harten Oberschicht gibt es weiche Innenschichten aus Schaum.

Kletterschuhe

Hochwertige Boulderschuhe sind komfortabel und geben den Füßen beim Klettern Halt. Bei diesen achtest du auf eine gute Passform. Ein guter Schuh weist keine Druckstellen oder Luftlöcher auf. Für ausreichend Gesamtspannung bei Tritten umschließt der Rand der Schuhöffnung die Ferse fest. Des Weiteren zeichnen sich die Modelle durch eine reibungsstarke Sohle aus.

Chalkbag

Zur Grundausstattung beim Bouldern gehört die Magnesiumtasche. Sie nennt sich Chalkbag. In ihr bewahrst du das Magnesiumkarbonat in Pulverform auf. Chalk verhindert schwitzige Hände und sorgt für den nötigen Halt beim Bouldern. Der rutschfreie Griff verhindert einen Sturz. Neben einem leichten Eingriff achtest du bei den Magnesiumtaschen auf eine bequeme Transportmöglichkeit.

Weiteres Zubehör zum Bouldern

Beim Bouldern hält sich die Grundausstattung in Grenzen. Das erleichtert den Einstieg in das Hobby. Zu Beginn benötigst du komfortable Kletterschuhe sowie eine Bouldermatte. Zum beliebten Zubehör, um das Bouldern sicherer und einfacher zu gestalten, zählen die Boulderbags oder eine Griffbürste.

Boulderhose

Beim Bouldern benötigst du Kleidung, die dir ausreichend Bewegungsfreiheit gewährt. Eine gute Boulderhose zeichnet sich durch strapazierfähiges Material und einen elastischen Bund aus. Bei der Mehrzahl der Modelle variieren die Sportler die Beinlänge. Neben langen Boulderhosen bieten sich Dreiviertelhosen für Männer und Frauen an.

Elastische Beinabschlüsse sind obligatorisch. Sie verhindern, dass du hängen bleibst, wenn du dich eng an der Wand entlangschiebst. Ein breiter und flexibler Hosenbund verhindert das Einschneiden bei ausgefallenen Bewegungen. Viele Modelle besitzen am Bund eine oder mehrere Laschen. In diesen befestigst du die Magnesiumtasche oder eine Kletterbürste.

Kletterbürste

Ein sinnvolles Zubehör beim Bouldern stellt die Boulderbürste oder Kletterbürste dar. Diese Griffbürste gibt dem Klettergriff den ursprünglichen Grip zurück. Ihre harten Borsten rauen den Kunststoff in der Kletterhalle leicht auf. Im Freien kommt die Kletterbürste zum Einsatz, um Felsen zu reinigen.

Klettertape

Beim Bouldern empfiehlt sich Kletter- oder Bouldertape als Zubehör für Einsteiger und Fortgeschrittene. Dieses nutzt du, um eingerissene Haut zu schützen. Während des Kletterns treten manchmal kleine Verletzungen auf. Das Magnesiumpulver sowie Schmutz reizen sie zusätzlich. Mit dem Tape verhinderst du, dass diese Stoffe in die Wunde eindringen.

Des Weiteren kommt das Tape zum Einsatz, um Ringbandverletzungen vorzubeugen. Damit das gelingt, spielt dessen richtige Anbringung die entscheidende Rolle. Bouldertape erhältst du abhängig von seiner Strapazierfähigkeit in unterschiedlichen Farben.

Marken und Hersteller

Suchst du grundlegende Ausstattung oder Zubehör beim Bouldern, stehen zahlreiche Marken zur Auswahl. Zu den namhaften Anbietern von Chalkbags und anderem Zubehör gehören Gipfelheld oder Seven Mountains. Des Weiteren erhältst du einen Großteil der Boulderausstattung von KletterRetter oder Powerball. Letzterer verkauft beispielsweise Handtrainer, um deine Handmuskulatur zu stärken.

Von KletterRetter erhalten die Sportler als Beispiel Handcreme für Kletterer. Um zu Hause das Bouldern an der Wand oder einem Baum zu trainieren, bieten sich Klettergriffe an. Speziell für Kinder, die mit dem Hobby beginnen, kommen sie infrage. Zu den Herstellern, die dieses Zubehör verkaufen, zählen HUDORA oder ALPIDEX.

Die wichtigsten Fragen zum Bouldern

Eignet sich Bouldern für Kinder?

Für Kinder stellt Bouldern ein gutes Hobby dar, um Kraft und Koordination zu fördern. Bereits in jungen Jahren klettern sie intuitiv.

Was bedeutet Highballing?

Befindet sich ein Boulderer auf einer Absprunghöhe von mehreren Metern, nennt sich dies Highballing. Vorrangig beim Outdoor-Bouldern kommt dies vor.

Wie oft empfiehlt sich das Bouldern für Einsteiger?

Um den Körper nicht zu überlasten, widmen sich Anfänger maximal zweimal in der Woche dem Bouldern. Wissenswertes sowie Tipps für die Grundausstattung zum Bouldern findest Du hier.

Aus welchem Material bestehen Bouldermatten?

Die Mehrzahl der Crashpads bestehen aus langlebigem Kunststoff. Dadurch sind sie strapazierfähig und unkompliziert zu reinigen.

Wie transportierst du große Crashpads?

Um die Bouldermatte zu tragen, bieten die Hersteller Tragesysteme wie Tragegurte an. Die Matten sind ein- bis zweifach faltbar. Die versetzt angeordneten Faltpunkte verhindern eine Schwachstelle in der Polsterwirkung.

Welche Verschlussart empfiehlt sich für Kletterschuhe?

Schnürschuhe nutzen Boulderer selten, da das Öffnen und Schließen Zeit in Anspruch nimmt. Bei Schuhen mit Klettverschlüssen geht das schnell vonstatten. Sie haben den Nachteil, dass sie weniger lange halten. Slipper, optional mit Klettstreifen, sitzen eng am Fuß. Für Ungeübte Boulderer eignen sie sich nicht. Hier findest Du die besten Schuhe zum Bouldern.

Wo bewahrst du die Magnesiumtasche auf?

Vorzugsweise befestigst du die Chalkbag am Sicherheitsgurt oder deiner Kletterhose in Höhe des Steißbeins. Hier ist sie gut zugänglich, ohne dich beim Klettern zu behindern. Eine Auswahl der besten Chalkbags findest Du hier.

Was ist ein Kletterstab?

Der Kletterstab stellt eine Alternative zur Griffbürste dar. Im Gegensatz zu dieser weist er einen längeren Stiel auf. Seine Form gleicht einer großen Zahnbürste. Er kommt zum Einsatz, um höher gelegene und schwer erreichbare Griffe aufzurauen oder zu reinigen. Hier findest Du die besten Boulderbürsten aus Holz.

Interessante Links für Boulder Einsteiger

 

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